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Was ist ein Stern?
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Nach dem Lexikon hat das Wort "Stern" die Bedeutungen
>ein "Himmelskörper"
>"etwas, das nach allen Seiten Strahlen aussendet"
>"eine neue Berühmtheit"
>ein "Gegenstand mit regelmäßigen Zacken rundum". (Brockhaus
1975). - Dieser Stern ist gemeint. |
Der Stern oben ist ein regelmäßiges Sechseck, auf dessen Seiten
sechs gleichseitige Dreiecke sitzen.
Man kann allgemein definieren:
Ein Stern ist eine Figur, die aus einem Vieleck besteht, auf dessen
Seiten Dreiecke gesetzt werden. Die Dreiecke heißen Zacken.
Erzeugung von Sternen top
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten Sterne zu erzeugen.
1.Möglichkeit:
Man gibt ein regelmäßiges Vieleck vor und setzt auf die
Seiten gleichseitige Dreiecke.

Diese Prozedur führt bei einem Dreieck als Ausgangsfigur nicht zu
einem Stern.
2. Möglichkeit:
Man gibt ein regelmäßiges Vieleck vor und spiegelt die Grunddreiecke
der Vielecke an einer Seite.
Diese Prozedur führt bei Drei- und Vierecken nicht zu Sternen.
3. Möglichkeit:
Man gibt ein regelmäßiges Vieleck mit n Ecken vor und dreht
es um 180/n. Ursprung und Bild bilden zusammen einen Stern.
4. Möglichkeit:
Man gibt ein Vieleck vor und zeichnet bestimmte Diagonalen. Sie bilden
dann Sterne. Speziell regelmäßige Vielecke führen zu Sternen
mit vielfältiger Symmetrie. Das Pentagramm und das Hexagramm unten
sind Beispiele.
5. Möglichkeit:
Man gibt ein regelmäßiges Vieleck vor und setzt auf die
Seiten gleichschenklige Dreiecke, die eine große Höhe verglichen
mit der Grundseite haben. Das Vieleck, das die Zacken trägt, kann
auch zu einem Kreis ausarten (ganz rechts).
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Es entstehen ansehnliche Sterne. Man erwartet offenbar, dass Sterne spitze
Zacken haben.
6. Möglichkeit:
Man gibt ein beliebiges Vieleck vor und setzt auf die Seiten beliebige
Dreiecke.
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Dieser Stern ist dem Logo der Zeitschrift "Stern" nachempfunden. |
HMATISSE
Basteln von Sternen top
Der Stern ist für den Bastler ein beliebtes
Thema mit einer Unzahl von Variationen.
Ich stelle die folgenden beiden Sterne vor.
Stern als Scherenschnitt
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Fröbelstern
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Der erste achtzackige Stern
entsteht durch einen Scherenschnitt.
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Man faltet ein quadratisches Blatt Papier immer wieder längs der
roten Linie, bis Bild 5 entsteht. Dann schneidet man Stücke längs
der blauen Linien mit einer kräftigen Küchenschere ab. Es entsteht
Bild 6. Durch Entfalten ergibt sich der Stern. |
Dieser Stern kann vielfältig abgewandelt werden. Man schneidet nicht
einfach einen Keil heraus, sondern wählt andere Formen oder lässt
Stege stehen. - Man kann auch schwarzes Tonpapier verwenden und die Öffnungen
mit farbigem Seidenpapier schließen. Dann entstehen Fensterbilder.
Der zweite Stern ist der Fröbelstern, der
kunstvoll aus vier Streifen geflochten wird. Er wird an anderer Stelle
erklärt.
Pentagramm top
Das Pentagramm ist zweifellos der Star unter den Sternen (Entschuldigung,
ein Kalauer). Er heißt auch Drudenfuß oder Hexenstern.
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Er entsteht, wenn man in einem regelmäßigen Fünfeck
(rot) alle Diagonalen einzeichnet. |
Welche mathematischen Zusammenhänge tauchen auf?
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Im Grunddreieck ABC des regelmäßigen Fünfecks ist der
Mittelpunktswinkel gleich 360°/5 = 72°.
Damit sind die beiden Basiswinkel gleich 54°. Der Innenwinkel des
Fünfecks ist dann gleich 108°. |
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Nimmt man an, dass das kleine Fünfeck im Inneren des Pentagramms
auch regelmäßig ist, so ist der gekennzeichnete Scheitelwinkel
gleich 108°. Der Zacken ist ein gleichschenkliges 72-36-72-Dreieck.
Unten liegt schräg ein zweites kleineres 72-36-72-Dreieck. |
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Die beiden gelben Dreiecke sind wegen entsprechender, gleicher Winkel
einander ähnlich. So gelangt man im Folgenden zu Formeln. |
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Wegen der Ähnlichkeit der gelben Dreiecke gilt PQ:QS=QS:QR
oder a:x=x:(a-x).
Diese Gleichung kann auf die Strecke PQ und den Teilungspunkt R bezogen
werden. Die ganze Strecke verhält sich zum größeren Abschnitt
wie dieser größere Abschnitt zum kleineren. Man kann auch sagen:
Der größere Abschnitt ist die mittlere Proportionale des ganzen
und des kleineren Abschnitts, in Formeln x=sqrt[a(a-x)]. |
Man sagt: In einem regelmäßigen Fünfeck schneiden sich
die Diagonalen im Goldenen Schnitt. Das Teilungsverhältnis kann aus
der Proportion a:x=x:(a-x) berechnet werden. Nach der Produktengleichung
ist a(a-x)=x². Dann ist x²+ax-a²=0. Löst man diese
quadratische Gleichung auf, so ergibt sich als positive Lösung x:a
=1/2*sqr(5)-1/2. Das ist ungefähr 0,62.
(Referenz für diese Rechnung: Joachim Mohr, URL unten)
Das Pentagramm heißt auch Drudenfuß oder Hexenstern. Das
ist ein Hinweis auf eine bestimmte Thematik, die man im Internet gut erforschen
kann. Ich empfehle das Bilderverzeichnis von google.com mit dem Suchwort
"pentagramm" bzw. "pentagram". Man kommt sich allerdings manchmal
so vor, als habe man sich ins Mittelalter verirrt. (Das gilt auch für
das Hexagramm im nächsten Abschnitt.)
Mein Beitrag wäre: Ich habe in den fünfziger Jahren auf einem
Bauernhof an der Tür des kombinierten Pferde-/Kuhstalls ein Pentagramm
gesehen. Es sollte Krankheiten vom Vieh fernhalten.
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Man kann das Pentagramm oder Sterne mit 7, 9 , ... Zacken mit etwas
Übung aus freier Hand zeichnen, ohne den Stift abzusetzen.
Damit habe ich schon öfter Eindruck gemacht :-). |
Hexagramm top
Ein zweiter Stern, der es verdient hervorgehoben zu werden, ist das
Hexagramm. Er heißt auch Davidstern oder das Siegel Salomos.
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Das Hexagramm besteht aus gleichseitigen Dreiecken und gehört
damit zu den Polyiamonds. |
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Man kann das Hexagramm auch als eine Figur ansehen, die aus zwei gleichseitigen
Dreiecken gebildet wird. Ein Dreieck steht auf dem Kopf. |
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Etwas Nostalgie:
Früher waren Salmiakpastillen in Rautenform in Mode. Man feuchtete
den (sauberen?) Handrücken an und legte aus sechs Pastillen einen
Stern. Dann leckte man die Pastillen weg. |
Zwei Quilts von Karen
Koeller top

Sterne fern und nah top
fern
Viele Nationen haben in ihren Nationalflaggen einen oder mehrere Sterne.
Hier ist eine kleine Auswahl:

nah
In Lippe gibt es noch viele Fachwerkhäuser mit einem großen
Deelentor, durch das früher ein Pferdewagen in das Haus fahren konnte.
Über dem Tor befindet sich im allgemeinen eine Hausinschrift, seitlich
daneben oder darunter der Stern von Burg Sternberg (hier siebenzackig)
und auf der anderen Seite die sternförmige lippische Rose.
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Oben als ein Beispiel ein Haus auf Gut Hovedissen in Leopoldshöhe,
Kreis Lippe.
Ein Unikum befindet sich im Stadtwappen der Stadt Barntrup in Lippe (rechts).
"Der halbe Stern erinnert an die Gründung der Stadt durch die Grafen
zu Sternberg. Die halbe lippische Rose wurde von der Stadt nach dem Übergang
der Grafschaft Sternberg an die Herrschaft Lippe in das städtische
Siegel übernommen."
Quelle: http://www.lippe.de/new/allgemein/show.php3?s=3&n=wappen
Stern und Rose findet man auch am historischen
Rathaus von 1546 meiner Heimatstadt Bad Salzuflen.
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Die lippische Rose befindet sich übrigens, wenn auch klein, auf
der Flagge des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das war eine Folge des Anschlusses des Landes Lippe an NRW nach dem
zweiten Weltkrieg. |
Sterne im Internet top
Deutsch:
Birgit Bachmann und Stefan R. Müller (Blinde Kuh)
Weihnachtsbasteln
(u.a. Sterne aus Papier, Siebenzackiger Stern, Schneesterne, Drachensterne,
Faltsterne, Plastischer vierzackiger Stern, Einfacher Faltstern)
GardenStone
Das Hexagramm, .pdf-Datei
Jadu
Der Herrnhuter Stern
Joachim Mohr
Die stetige Teilung
oder der goldene Schnitt und die Konstruktion des regelmäßigen
Fünfecks
Martin Marheinecke
Das Pentagramm,
die Pythagoreer und der Goldene Schnitt
origamiseiten.de
Bildergalerie nachgefalteter
Modelle (Sterne)
S. Goette
Reguläre
Polytope
Wikipedia
Stern
(Geometrie)
Englisch:
BETSY ROSS
How to Cut a
5-Pointed Star in One Snip
Eric W. Weisstein (World of Mathematics)
Star Polygon,
Kepler-Poinsot
Solid
Harvey D. Heinz
Magic
Stars
Herman.Serras
The
four regular non-convex polyhedra
Jill Britton
Polyhedra
Pastimes [ACTIVITY LINKS, ACTIVITY 15 (Stellations of Regular Polyhedra)]
Robert Webb
Stellated
Polyhedra
Suzanne Alejandre and Mutsumi Suzuki
Magic Stars
Tom Gettys
The Kepler-Poinsot
Polyhedra
Wikipedia
Star polygon
Referenzen top
(1) Martin Gardner: Mathematischer Zirkus, Berlin 1988 (ISBN 3550076924)
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Diese
Seite ist auch in Englisch vorhanden.
URL meiner
Homepage:
http://www.mathematische-basteleien.de/
©
2003 Jürgen Köller
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